Donnerstag – die Anreise

Der Steelroller Tradition folgend, reisten am 7.Juli 2022 ganze 14 Vespas der Steelroller Richtung Südsteiermark/Leutschach zur Steira Vespa 2022 (Veranstalter Scooteria Leibnitz) an.
Die Steelroller sind seit 2017 durchgehend bei dieser großartigen Veranstaltung in der Südsteiermark dabei. Sogar in Pandemiezeiten wo es gar keine „offizielle“ Veranstaltung gab. Somit stand es außer Frage, im Jahr 2022 wo diese Veranstaltung zum ersten Mal seit 2020 wieder im großen Format stattfand, wieder teilzunehmen.

Gemütliche Abfahrt am Donnerstag um 09:00 bei einer Tankstelle in Linz, mäßig warm und bei bereits bedecktem Himmel. Nach den ersten zügigen Kilometern öffneten sich dann leider doch die Schleusen in den Bergen, und so dauerte wegen dem ein oder anderen Zwangsstopp bzw. Mittagessen, die Anreise von Linz nach Leutschach dann doch knapp über 7 Stunden.

In der allerletzten Kurve vor dem anvisierten Treffpunkt Route 69 – am Veranstaltungsgelände zur Steira Vespa, rutschte leider einem Steelroller das Hinterrad weg. Und ein zweiter, dahinterfahrender Steelroller musste sich ebenfalls hinlegen um Schlimmeres zu verhindern.

Danke(!) an die freundliche Autofahrerin, die in der unübersichtlichen Kurve uns mittels Warndreieck abgesichert hat. Die Mopeds hatten „nur“ Blechschaden, die Fahrer „nur“ schmerzende Rippen. Und nach 5 Minuten aufrappeln und sich sammeln, konnten wir die letzten 200 Meter (es waren wirklich nicht mehr…) zum Route 69 zurücklegen.

Pitschnass und mit einem ersten Hopfengetränk gestärkt, wurde in der Unterkunft in Pößnitz Treffpunkt 18:30 zur (auch schon traditionellen) steirischen Jause vereinbart. Am Abend konnte man mittlerweile über den „Ausrutscher“ auch schon wieder lachen (2 Mitglieder zwar mit Schmerzen). Bei viel Wein, Bier und einer großartigen Jause fand der Anreisetag dann auch halbwegs zeitig eine Ende. Denn ein anstrengender Freitag stand an!

Freitag – Check In, „Umadumvespan“ und Night Drive

Freitags nach dem Frühstück wollten alle natürlich nicht lange warten um gute „Startnummern“ zu erhalten – und so traf man sich bei deutlich besserem Wetter im Route 69. Bereits 2 Stunden vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn. Hat sich ausgezahlt denn der „Pickerlverteiler“ wurde abgefangen 😉 und wir konnten die noch recht niedrigen Startnummern 29 bis 43 ergattern. Die Zahl 43 sehr glücklich gewählt wie sich etwas später dann noch herausstellen wird 😉

Beim höchstprofessionell organisierten Infostand erhielten wir unsere Armbänder, Pickerl, Begrüßungsschnapserl und natürlich eine persönliche Begrüßung durch Steira Vespa Mastermind Thomas Vici.
Die 4 Spezial Ausfahrten am Freitag Nachmittag (je Ausfahrt begrenzt auf 30 Teilnehmer) sind in der Regel schnell ausgebucht. Und vor allem bei unserer Gruppengröße von 14 Personen gar nicht einfach unterzubringen, buchten wir auch gleich bei „Caro“ eine Tour für 13:00 in den südsteirischen Weinbergen.

Gesagt getan, eine voll gemütliche, gar nicht so langsame (aufgrund der kleinen Gruppengröße) kleine Tour (~30KM) in den südsteirischen Weinbergen, wo man sowieso nach ein paar Kurven komplett die Orientierung verliert 😉
Beim „Legat„, einem wunderschönen Platzerl mit Rundum-Aussicht machten wir Rast und wurden mit einer „Mischung“ und sogar einer kleine Jause verwöhnt, herzlichen Dank an den Veranstalter und an Caro unserem Tourguide 🙂

Die eine Ausfahrt zu Ende, die nächste ließ nicht lange auf sich warten.
Dazwischen überreichten wir Thomas Vici unser Steelroller Steira Vespa 2022 Package (graviertes Weinglas, T-Shirt)

Danke Thomas!

Der „Night Drive“ – der auch schon traditionelle Abendcorso am Veranstaltungsbeginn, ohne Teilnehmerbegrenzung startete pünktlich um 17:00.
60 Kilometer, 2 Stopps, soviel zu den Eckdaten.
Wieviele Vespas es letztlich waren haben wir nicht erfragt, geschätzt dürften es so um die 300 oder etwas mehr gewesen sein. Ein Highlight des Night Drive war sicherlich die Erlaubnis mit den ganzen Vespas in den Römersteinbruch Aflenz einzufahren. Der Temperaturunterschied war schon erstaunlich, auch die Staub und Lärmentwicklung im Steinbrauch untertage 😉

Nach einigen Worten zum geschichtlichen Hintergrund der „Römerhöhle Aflenz“ ging es nach dieser beeindruckenden Rast weiter zu einem Weinbauern um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen – auf die steirische Art mit natürlich mit einer „Mischung“ 🙂

Retour am Veranstaltungsgelände ließen wir den Abend bei Livemusik ausklingen. Keine weiteren Details dazu 😉

Samstag – Corso und Verlosung

Am Samstag, dem „Haupttag“ der Steira Vespa, trafen wir uns nach dem Frühstück wieder am Veranstaltungsgelände. Kaiserwetter war angesagt, und es fanden sich auch schon bereits am Vormittag deutlich mehr Vespas ein – die ganzen zusätzlichen „Tagesgäste“ sozusagen.

Für 13:00 Uhr war der große Rebenland Corso angesagt. Ohne Stopp wohlgemerkt denn bei ~ 1000 Vespas lässt sich das nicht mehr realisieren. Dafür gemütliche und langsame 30 Kilometer. Unzählige Fotos bzw. Videos und auch Luftaufnahmen gibt es davon, einen super Zusammenschnitt bitte HIER.

1170 Vespas wurden gezählt, wenn ich mich nicht irre müsste das neuer Rekord sein! 🙂

Retour am Gelände lies dann die Verlosung nicht lange auf sich warten. Commander Thomas Vici hat schon anklingen lassen dass die Steelroller zusehen sollten, am Abend bei der Verlosung „griffbereit“ zu sein. Und so war es dann auch letztlich, die Steelroller bekamen für Ihre Treue (jedes Jahr außer das erste Jahr vor Ort) einen der begehrten Sonderpreise. Darüber hinaus gewann unser „Presidente“ mit seiner Startnummer 043 noch einen Satz GTS Reifen (jaja, gute Reifen sind wichtig!) – wir bedanken uns sehr herzlich beim Veranstalter! 🙂

Sonntag – die Abreise

Nach anstrengenden, aber wunderschönen 3 Tagen in der Südsteiermark stand nun wieder die Heimreise am Programm. Nach dem Frühstück trafen sich die Steelroller an der Tankstelle um die Heimfahrt in Angriff zu nehmen. Leider war das Regengewand schon nach wenigen Metern notwendig. Einige trockene Kilometer später in den Bergen öffneten sich die Schleusen dann auch wieder, die Regenkluft war heuer bei den Reisetagen leider der Normalzustand. Ein Auspuff einer Vespa quittierte ebenfalls den Dienst (Loch) und so mit verminderter Leistung waren die Pässe doch deutlich länger als sonst. Erst am späten Nachmittag bzw. frühen Abend waren die Steelroller dann kurz vor Linz, wo sich die Gruppe dann wie gewohnt wieder in alle Himmelsrichtungen aufteilte.
Ein Steelroller war so froh über die zuverlässigen, problemlosen 900 Kilometer seiner Neuanschaffung (GTR 125) sodass die Vespa sogar noch ein Bussi bekam 😉

Das war die Steira Vespa 2022. 🙂


Ob die Steelroller wieder bei der Steira Vespa 2023 vertreten sind?
Das lässt sich wohl nur mit einem Zitat von Günther Neukirchner hinreichend beantworten:
„Des is die nächste deppate Frog!“


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